33. Einsatz


Am Sonntag, 17. Juni 2018 haben wir den Krankentransport beim Public Viewing der Fußball Weltmeisterschaft 2018 in Recklinghausen übernommen. Dieser Sanitätsdienst war in enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz Recklinghausen, die gleichzeitig auch die Einsatzleitung inne hatten.

Ort:
Rathausplatz in Recklinghausen
Veranstaltung:
Public Viewing Fußball Weltmeisterschaft 2018
Beginn:
15:30 Uhr
Ende:
20:10 Uhr
Wetterlage:
Stark bewölkt bei 21 Grad
Womit war zu rechnen:
Von Alkoholkonsum bis hin zu kleinen Weh-Wehchen
Vorkommnisse:
ein Transport kreuz und quer durch den Vestischen Kreis
Einsatzmittel:

Notfallrucksack und KTW
Persönliche Bewertung des Einsatzes:
Noch bevor das Spiel um 17 Uhr begann, hatten wir den ersten und einzigen Transport des Tages. Ein jugendlicher Patient hatte einen Schwindel, der im Krankenhaus näher untersucht werden sollte. Also fuhren wir, auf Wunsch des Notarztes, der vom DRK Recklinghausen vor Ort war, erst zum Prosper Hospital. Die wollten ihn jedoch nicht aufnehmen (weil kein HNO Problem, laut Ärztin im Krankenhaus). Die gute Frau Doktor schickte uns dann zum Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen, wo ein Internist sich die Sache anschaute und dann meinte, er könne ihn nicht aufnehmen, weil der Patient noch keine 18 Jahre alt wäre. Gleichzeitig gab er uns den Rat den Patienten dann mal nach Datteln zur Kinderklinik zu fahren – was wir natürlich auch taten. Da angekommen, erhielten wir endlich die positive Nachricht, dass sie den Patienten bei sich behalten würden. Abgesehen von der Safari durch den Kreis Recklinghausen (Vestischer Kreis), taten mir die Mutter und der jugendliche Patient besonders leid. Die Mutter kam nämlich schon zum Prosper Hospital (unserer ersten Anlaufstelle) hinzu und war dann eigentlich immer mit dabei. Nur bei der Kinderklinik konnten wir sie nicht entdecken (sie wusste aber, dass es dann doch noch dorthin ging). Warum taten mir die beiden leid? Im Normalfall sollte man annehmen, dass man einen Patienten im Krankenhaus abliefert und ihm dort geholfen wird. Das ist in Recklinghausen offenbar, wenn man als Patient noch keine 18 Jahre alt ist, doch schwieriger als erwartet, so dass wir unnötig Zeit vergeudeten und uns die Suche nach den richtigen Zufahrten auch noch eine oder zwei Minuten kostete. Der Patient war zu keiner Zeit in Lebensgefahr, dennoch … krank und minderjährig in Recklinghausen? Dann hat man echt die Arschkarte gezogen bei den Krankenhäusern – machte jedenfalls gestern ganz stark den Eindruck!

Ich hatte leider mein Handy nicht dabei gehabt gestern…sonst hätte ich noch ein oder zwei Bilder von der Veranstaltung gemacht. Aber es gibt ja zahlreiche im Internet zu der Veranstaltung. Nicht zuletzt auch auf unserer Facebookseite des Malteser Hilfsdienst e.V. Stadtverband Recklinghausen (Malteser in Recklinghausen).

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