Nordsee Urlaub


Es ist vollbracht! Der Nordsee Urlaub 2017 ist vorüber (der gesamte Urlaub jedoch nicht, weil er noch andauert) und obwohl Zetel mit seinen etwa 12000 Einwohnern nicht gerade das ist, was man von der Metropole Ruhr (also dem Ruhrgebiet) gewöhnt ist, hatte es zumindest auch so seine Vorteile (die Innenstadt der kleinen Gemeinde ist belebter als in vielen anderen Städten, die ich kenne). Rein „technisch“ betrachtet, wurde Zetel jedoch nur zur Übernachtung und als Ausgangspunkt für die zahlreichen Ausflüge an die Küste genutzt.

In Zetel selbst haben wir den Jahrhunderte alten Wald besucht, der seit mehr als 300 Jahren ohne das Zutun der Menschen wachsen und gedeihen darf. Lediglich, wenn mal ein Baum auf einen der Wege fällt, wird dieser zur Seite geschafft. Ansonsten wird der Natur hier freien Lauf gelassen. Daher nennt sich der Wald auch „Neuenburger Urwald„.

 

 

 

 

 

 

Unser „Hauptreiseziel“ war jedoch die Küste, wo wir uns hauptsächlich aufhielten. Gleich am Tag nach unserer Ankunft haben wir uns Carolinensiel/Harlesiel als Ziel ausgesucht und sind die etwa 40 km mit dem Auto dorthin gefahren. Carolinensiel verfügt über einen historischen Kutterhafen, der eine tolle Atmosphäre verbreitet. Um den Hafen herum haben sich zahlreiche kleiner Cafés und Souvenierläden angesiedelt. Gute zwei Kilometer weiter nördlich findet man den zu Carolinensiel gehörenden Ort Harlesiel, an dem auch der Sandstrand zu finden ist.

 

 

 

 

 

 

Etwas westlich davon gelegen findet man den Badeort Neuharlingersiel, der, für mich jedenfalls, der schönste im Norden ist. Ich fand es dort am Schönsten. Es gibt nur eine Sache, die ich etwas -na sagen wir mal- doof fand. Im Wohngebiet selbst, also im reinen Wohngebiet (machte jedenfalls den Eindruck) wurden Souvenierläden eröffnet, kleine Fischbuden und so weiter. Hatte einen seltsamen Eindruck gemacht, war aber sicherlich sinnvoll. Dafür ist der Strand dort, in meinen Augen, der schönste Nordseestrand Deutschlands.

 

 

 

 

 

Wenn man schon einmal dort ist, wo wir übernachteten, sollte man sich die Stadt Wilhelmshaven nicht entgehen lassen. Mit dem Marinemuseum und weiteren Highlights gehört Wilhelmshaven sicherlich zu den schöneren Großstädten im Norden der Republik. Und da Zetel, wo wir übernachteten, nicht sehr weit von Wilhelmshaven entfernt ist, haben wir natürlich auch dorthin einen Abstecher gemacht. Als kleiner Hinweis: Wenn es stürmisch ist (egal, ob die Sonne dabei scheint oder nicht), sollte man, wenn man über die „Kaiser Wilhelm Brücke“ läuft, und Brillenträger ist (so wie ich), die Brille gut festhalten. Mir hätte der ruppige Wind dort um ein Haar die Brille von der Nase gerissen. Aber egal. Denn, Wilhelmshaven hat auch einen tollen Strand zu bieten.

 

 

 

 

 

 

 

Durch Zufall haben wir nach einem Zoo oder ähnliches gesucht, weil wir uns mal einen Tag lang von den ganzen Trubel am Strand und vom Trubel in den kleinen Orten am Strand erholen wollten. Wir wurden auch fündig. Eigentlich ist es ein Zoo und ein Freizeitpark in einem. Den findet man in Jaderberg (Jade). Toller Zoo und für Kinder bis ca. 12 Jahre bietet der Zoo neben einer Wasserbahn ganz viele andere Attraktionen. Ein Besuch lohnt sich allemal. Selbst, wenn man aus der Metropole Ruhr (also dem Ruhrgebiet) kommt. Die Anfahrt ist zwar etwas länger als zum beliebten Phantasialand in Köln-Brühl, dafür bietet der Jaderberg jedoch sehr viel für kleine Kinder. Für Erwachsene ist halt der Zoo ganz praktisch.

 

 

 

 

 

 

Wie überall in der Republik, gibt es schöne Orte, wie die hier bereits genannten, und dann gibt es (in meinen Augen) weniger schöne Orte. Enttäuscht, um nicht zusagen, extrem enttäuscht, waren wir von insgesamt vier Orten. Wir wissen zumindest jetzt, dass wir dort nie wieder hin wollen. Langweilig ist überhaupt kein Ausdruck dafür!
Zum einen haben wir da Horumersiel und Schillig. Beides am nordöstlichen Zipfel gelegen. Und beides konnte nicht überzeugen!

 

 

 

 

 

 

Dann wäre da als nächstes, genau auf der anderen Seite der Küste gelegen, der kleine Ort Norddeich / Norden. Der Strand mit seinen kleinen Dünen konnte leider auch nicht mehr die Langeweile am Ort ausgleichen. Selten haben wir uns so wenig amüsiert, wie hier. Selten. Weil, es gab da noch einen weiteren Ort, der dem ganzen noch die Krone aufsetzte. Und auch hier kann man nur hin, wenn man auf die Nordsee Insel Norderney übersetzen möchte. Ansonsten kann man hier nur schwimmen. Mehr bietet das kleine Städtchen Norden – dem Norddeich angehört, leider nicht.

 

 

 

 

 

 

Wie oben schon berichtet, gibt es noch eine Steigerung. Wobei ich fair sein muss und hinzufügen muss, dass das ein subjektives Empfinden ist, und wir auch nicht an allen Orten in dieser Stadt waren. Sicherlich hat die Innenstadt und gewisse Randgebiete einiges zu bieten. Wir haben uns einen Ort ausgesucht, von dem aus man auch bis auf die einzige deutsche Hochsee Insel Helgoland übersetzen konnte. Die Rede ist von Emden.

Was uns jedoch schon bei der Hinfahrt nach Zetel und bei jedem Ausflug auffiel: Friesland ist die Hauptstadt, wenn man das so sagen darf, der Kühe und der Windräder. In einem Land, dass nur so vor Weite und freien Flächen strotzt, sollten gewisse Dinge natürlich sein. Windräder sind es aber nicht. Sie verunstalten die Landschaft und es sieht einfach nur schrecklich aus, wenn man an zahlreichen „Windrad Farmen“ vorbeifährt, die mit bis zu 40 Windrädern in der Landschaft stehen. Das ist allerdings der Preis, den eine moderne Gesellschaft zahlen muss, wenn sie auf Atomkraft verzichten möchte. Leider.

 

 

Zu guter Letzt will ich noch eine Übersichtskarte posten, die Euch zeigt, von wo wir starteten und wo wir alles waren. Gerne hätten wir nach Norderney übergesetzt (wäre ein Höhepunkt gewesen, wenn man schon im langweiligen Norden/Norddeich war) – hat leider aus zeitlichen Gründen nicht geklappt.

Von Zetel aus zu sieben unterschiedlichen Orten. Jeder Ort hatte seine Vor- und Nachteile. Bei einigen überwiegen die Vorteile, bei anderen leider die Nachteile. Aber wie bereits erwähnt, sind das subjektive Empfindungen. Gerne hätte ich positivere Ergebnisse über bestimmte Orte hier zum Besten gegeben – war aber (aus meiner Sicht) leider nicht möglich. Andere mögen das anders sehen und vielleicht sollte man auch sagen, dass wir natürlich nur an gewissen Stellen in den Orten waren…aber subjektiv betrachtet bleibt es halt bei meiner persönlichen Einschätzung. Die ich aber gerne revidiere, wenn ich das nächste Mal die Nordsee besuchen sollte. Ist aber nicht in Planung!

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